Vogelgrippe
Vogelgrippe - Virus H5N1

Influenza A/H5N1

A-H5N1, so heißt der Subtyp des Erregers, der aus Asien stammt und nun Europa bedroht. Er gilt als äußerst aggressiv und befällt zuerst die Lunge, bevor er sich im ganzen Körper ausbreitet. Anschließend zerstört er Herz, Leber und Gehirn und tötet befallene Vögel in kurzer Zeit.

Seine große Gefährlichkeit liegt in der Mutation neuer Varianten, die für den Menschen gefährlich sind. So sind bereits 1997 harmlose Varianten des Vogelgrippevirus entdeckt worden, die aber nicht aggressiv waren.

vogelgrippevirus

Influenzaviren gehören zu den Orthomyxoviren und lassen sich in drei Typen einteilen, die Influenzaviren A, B und C. Die Typen A und B verursachen fast in jedem Winter Krankheitsepidemien unterschiedlicher Größe. Der Typ C verursacht nur leichte Erkrankungen der Atemwege. Das Vogelgrippevirus H5N1 ist sehr klein und hat nur acht Gene. Es könnte sich zu einer Bedrohung mit weltweit bis zu 150 Millionen Toten auswachsen.

Das H5N1-Virus ist kugelrund und sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. Wenn die Viren auf die Schleimhäute der oberen Atemwege gelangen, bahnt sich ein Stachel auf der Virenhülle einen Weg durch den feinen Schleimfilm auf den Zellen. So gelangt das Virus bis zur Oberfläche der Zelle. Diese zieht das Virus nun in ihr Inneres, wo es sich vermehrt. Nach 10 bis 24 Stunden bilden sich auf der Oberfläche der befallenen Zelle neue Viren. Sie lösen sich ab, und der Prozeß beginnt in anderen Zellen erneut. Das passiert zunächst in den äußersten Zellschichten und von dort gelangen die Viren über die Luftröhre in die Lunge.

Der Entstehungsort der aggressiven H5N1 Variante wird von chinesischen Forschern auf die südchinesischen Provinzen Guangdong, Hunan und Yunnan eingegrenzt. Die Forscher vermuten, dass der Virus sich bereits vor 10 Jahren entwickelt hat und im Laufe der Jahre in die gefährliche Variante mutiert ist. Von dort ist er dann in die Nachbarstaaten gelangt.

Ausgehend von Südostasien hat sich die Vogelgrippe dann über den Großteil des asiatischen Kontinents ausgebreitet. Über die Ukraine, Rumänien, Kroatien und der Türkei hat sie auch den europäischen Kontinent erreicht. Seit Februar 2006 ist nun auch der Wildvogelbestand innerhalb der Europäischen Union und Deutschland bedroht.