Vogelgrippe
Vogelgrippe - Haustiere

Können Katzen Vogelgrippe bekommen?

Ja, Katzen können sich mit dem gefährlichen Vogelgrippevirus infizieren. Das auf Rügen infizierte Tier hat sich anscheinend an einer Fundstelle infizierter Wildvögel angesteckt. Gartenvögel wie Tauben, Schwalben oder Singvögel spielen bei der Verbreitung des Virus eine geringe Rolle, da sie wenig empfänglich für das Virus sind und es bei einer Infektion in sehr kleinen Mengen ausscheiden, so dass davon eine geringe Infektionsgefahr für Katzen ausgeht.

Wie wird die Vogelgrippe übertragen?

Die infizierten Tiere scheiden mit Kot, Speichel und Tränenflüssigkeit, also allen Körperausscheidungen, Viren aus. Andere Tiere stecken sich dann durch direkten Kontakt mit den kranken Tieren, deren Ausscheidungen oder durch Kontakt mit infiziertem Material wie Dung, Geräten, Transportkisten oder Fahrzeugen an. Übertragen wird das Virus zudem durch Einatmen virushaltiger Staubpartikel.

 

 

Kann eine Katze einen Menschen mit Vogelgrippe anstecken?

Weltweit gibt es keinen einzigen belegten Fall einer Übertragung der Vogelgrippe von einer Katze auf den Menschen. Selbst wenn sich eine Katze infiziert haben sollte, so scheidet sie den Grippeerreger in so geringen Mengen aus, dass die Gefahr sehr gering ist.

 

Darf ich mein Tier noch streicheln?

Ja, nur sollte man Vorsicht walten lassen. Nach dem Kuscheln und Streicheln gilt das Gebot der Hygiene: Gründliches Händewaschen. In Gebieten wo das Vogelgrippevirus festgestellt wurde, sollte auf intensives Schmusen verzichtet werden.

 

Wie steht es mit anderen Tieren?

Es gibt keine wissenschaftliche Erkenntnisse, dass sich Hund, Pferd, Kaninchen, Hamster, etc. ebenfalls mit der Vogelgrippe infizieren können. In Vogelgrippe-Schutzzonen, in denen Wild- oder Zugvögel verendet sind, ist die Gefahr der Ansteckung allerdings nicht gänzlich auszuschließen und man sollte sich dem Motto treu bleiben: Vorsicht ja, Panik nein. Bitte setzen Sie keine Tiere vor falscher Panik aus!

 

Dürfen Katze und Hund überhaupt noch ins Freie?

Das ist gesetzlich geregelt: Im Umkreis von drei Kilometern um den Fundort infizierter Vögel wird eine Schutzzone errichtet und Katzen müssen eingesperrt und Hunde an der Leine geführt werden. In der zehn Kilometern umfassenden Beobachtungszone um den Fundort sollte dies auch berücksichtigt werden. Wo ein Sperrgebiet ist, darüber informieren Sie die örtlich zuständigen Ordnungsämter bzw. Veterinärämter oder die Polizei. Beim Gassigehen mit Hunden sollte man darauf achten, dass diese nicht an verendete Kadaver gehen.

 

Was ist mit Futter, das Geflügel enthält?

Das Vogelgrippevirus ist außerordentlich empfindlich gegen hohe Temperaturen und stirbt bei Temperaturen über 70 °C ab. Tiernahrung und -zubehör wird bei der Produktion auf sehr hohe Temperaturen erhitzt, so dass alle möglichen Krankheitserreger effektiv abgetötet werden. Wenn Sie Ihre Hunde oder Katzen mit frischem Geflügelfleisch füttern, sollten Sie dieses immer gut durchgaren. Dies dient auch zum Schutz vor zahlreichen anderen Krankheitserregern.

 

Kann ich Heimtiere gegen Vogelgrippe Impfen?

Nein. In den Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft ist es zurzeit verboten, Heimtiere gegen Vogelgrippe zu impfen. Daher gibt es derzeit auch keinen spezifischen zugelassenen Impfstoff.

 

Können sich auch Ziervögel anstecken?

In geschlossenen Räumen können sich Ziervögel nicht mit dem gefährlichen Vogelgrippevirus infizieren. Außenvolieren sollten vorsichtshalber so geschützt werden, dass kein direkter Kontakt zu Wildvögeln oder deren Exkrementen möglich ist. Die Stallpflicht gilt für Geflügel, also Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse.

 

Weitere Informationen dazu, z.B. zum Thema Massentötungen, gibt es auch beim deutschen Tierschutzbund